Ein neuer Trend ist im Kommen: Urlaub gepaart mit Sinnfindung. Weltweit unternehmen 260 Millionen Gläubige eine Pilgerreise. Am Beispiel Italien.Den Alltag hinter sich lassen, das Bedürfnis nach Erholung gepaart mit der Suche nach dem Sinn des Lebens lockt jährlich Millionen von Touristen in den Stiefelstaat. Katholischer Glaube gibt für viele eine Antwort auf den Sinn des Lebens. Viele folgen ihr, dass lässt sich mit Zahlen belegen: Klöster und andere religiöse Institutionen bieten italienweit insgesamt 3.300 Übernachtungsmöglichkeiten mit insgesamt 200.000 Plätzen an.
Der Italienische Tourismusverband blickt stolz auf die Glaubenszahlen. So seien es im Jahr 2006 30 Millionen Pilger gewesen, die , aus aller Welt, Italiens Kichen und Wallfahrtsorte besuchten. Als beliebteste Pilgerstätten erwiesen sich San Giovanni Rotondo, die Heimat von Padre Pio und Loreto in den Marken. Die Gemeinde hat 11.743 Einwohnern und liegt 20 km südöstlich Ancona, in Mittelitalien und Vorland des Gran Sasso-Gebirges. Die Basilika beinhaltet das Heilige Haus, eine Schwarze Madonna, sowie bedeutende Werke von Melozzo da Forli, Andrea Sansovino und Luca Signorelli. Das Gebäude soll genau auf eine Höhle mit Vorbau in Nazaret passen. Es wurde vermutlich von einer Kaufmannsfamilie Angeli aus Epirus im Jahre 1291/1294 nach Loreto transportiert. So könnte die Sage entstanden sein, dass es von Engeln dorthin gebracht worden sei. Es soll demnach das Haus sein, in dem Maria, Jesu Mutter, geboren wurde und gelebt hat.Pilgerreisen ins Veneto
Von den 1.765 Wallfahrtsorten im Land sind 1.539 der Jungfrau Maria gewidmet. Ein weiterer Anziehungspunkt für Touristen und Pilgerreisende ist die Region Veneto. Auch hier haben sich die Beherbergungsbetriebe auf die Pilger eingestellt. Am meisten Andrag findet hier das Grab des Heiligen Antonius von Padua: Vier Millionen Gläubige besuchen jedes Jahr die Kathedrale mit der heiligen Stätte.

Mehr Schlafpläetze für Pilger

Die Stadt Rom musste in den letzten Jahren die Herbergen für die Pilger verdoppelt. “Der Tod von Johannes Paul II. und der Amtsantritt von Benedikt XVI. haben einen Pilgeransturm ausgelöst, der kein Ende nimmt”, berichtete ein Redakteur von Itinerari. Bed and Breakfast spriessen in der „Ewigen Stadt“ wie Pilze aus dem Boden, derzeit gibt es in Rom 2.800 Zimmervermieter in allen Preisklassen. Nicht anders ist es in Umbrien, Assisi und der Monte Subasio sind nach wie vor hoch im Kurs bei den Pilgerreisen.
b.essl@dde-europe.com
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