Flusskreuzfahrten boomen – und insbesondere Flusskreuzfahrten auf der Donau. In den letzten Jahren sind hier die Besucherzahlen regelrecht explodiert. Damit einhergegangen sind Schiffsneubauten und die Aufwertung von vielen älteren Flusskreuzern aus Osteuropa. Jetzt wird es voll auf der Donau.

Eng wird es vor allem an den Schleusen. Zwar gibt es nicht viele Schleusen auf der Donau, jedoch braucht man hier immer etwas Zeit, um sie zu passieren. Und viele Schiffe gleichzeitig – das geht nicht. Für Kapitäne von Flusskreuzfahrten können sich hier wirkliche Probleme auftun: Wer lange an der Schleuse warten muss, der kann durchaus schon mal einen gesetzten Termin für einen Landausflug verpassen. Gerade in der Hauptsaison für Donaukreuzfahrten kann man sie deshalb schon Kilometer vor den Schleusen beobachten: Die Rennen der Flussschiffe um den guten Platz an der Schleuse.

Die stark anwachsenden Kapazitäten für Donaukreuzfahrten haben noch einen anderen – für den Reisenden positiven – Effekt: Sie drücken auf die Preise für Donaukreuzfahrten. Schnäppchenjäger haben im nächsten Jahr gute Chancen, die Donautour günstiger zu buchen. Allerdings muss man hier stark acht geben: Preiskriege erlauben sich normalerweise eher die Veranstalter in günstigen Preissegmenten. Im gehobenen Preissegment wird ein Schiff wegen dessen Image oder dem Veranstalter gebucht – der Preis ist hier nicht das ausschlaggebende Kriterium. Günstigere Angebote bekommt man deshalb vor allem im ohnehin schon preiswerten Segment. Hier sollte der Reisewillige jedoch klar abwägen: Bin ich bereit, für den günstigen Preis meiner Donaukreuzfahrt auf Qualität bei Unterkunft und Service zu verzichten? Geiz ist nicht immer geil – man bekommt in der Regel, was man bezahlt.

Wer bei der Donaukreuzfahrt trotzdem sparen will, sollte früh buchen. Auch die großen Reiseveranstalter belohnen Frühbucher mit teilweise erheblichen Frühbucher-Rabatten. Und wegen der großen Zahl von „Wiederholungstätern“ kann es leicht passieren, das gerade die Kreuzfahrten im höheren Preissegment bereits früh ausgebucht sind. Auf Last-Minute Angebote bei Flusskreuzfahrten wartet man in der Regel vergebens.

(markus lenk, markus@poezdka.de)

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