Head Shops sind ein Relikt der guten alten Hippiezeiten. Als in den 60er Jahren die antiautoritäre Verneinung des “American Dream” die USA und bald auch Europa eroberte, schossen bald Läden aus dem Boden, die sich dem Lebensstil der wilden 60er “Sex and drugs and rock´n roll verschrieben, wo man die Werke von Jack Kerouc, William Burroughs, Timothy Leary und Allan Ginsberg, abgefahrene Klamotten und allerlei Accessoires kaufen konnte.

Zum Lebensgefühl der wilden 60er gehörte auch das experimentieren mit verschiedenen bewußtseinerweiternden Drogen. Sehr beliebt waren Hanfprodukte wie Marihuana und Halluzinoge wie LSD, Meskalin und verschiedene psychotrope Pilze. Darauf geht auch die Bezeichnung Head Shop unmittelbar zurück. Es handelt sich nämlich um einen Shop, der u. a. Accessoires für Pot- oder Acidheads anbietet. Pot ist Marihuana und Acid (Säure) war das Synonym für LSD, das vor allem Timothy Leary stark faszinierte. Seit den 70er Jahren verbreiteten sich Headshops auch in Europa.

Oft handelt es sich um eine Kombination von Dritte Welt- und Ethnoshop, und die Glaswasserpfeifen, die schon ganze Generationen von Ordnungshütern und Juristen entsetzten, werden mittlerweile schon in fast jedem Tabakladen verkauft. Die deutschen Headshopbetreiber werden dennoch von der Staatsmacht mit äußerstem Argwohn betrachtet, und nach wie vor hat Deutschland eine der repressivsten Gesetzgebungen in Europa. Die deutschen Headshop Besitzer schauen daher neidvoll in die Niederlande und die Schweiz.

Dort ist nämlich der Anbau von 10 Cannabispflanzen legal, und manche Headshopbetreiber haben sich auf Samenhandel und Geräte zum Indooranbau spezialisiert und es zu bescheidenem Wohlstand gebracht, wobei auch eine ganze Reihe von Arbeitsplätzen geschaffen wurden. Klaudia Kolks, Inhaberin eines der größten deutschen Headshops, dem “Treibhaus” mußte allerdings nach einer weiteren Gesetzesverschärfung 1998 3 Angestellte entlassen.

Concepcion Garcia

r.gs at gmx .ch

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