Mi 11 Jul 2007
Auf den ersten Blick sieht jemand, der Shisha raucht irgendwie so aus, als stecke er in der Mitte zwischen Teekochen und simplem Blasenmachen fest und könne sich nicht entscheiden, was genau er mit diesem Gerät anzustellen hat. Aber diese Wasserpfeife kann über ihren Tabak sehr starke Aromen entwickelnt, völlig anders als das wenig aromatische und hauptsächlich um des Nikotingehalts willen ausgeführte Rauchen von Zigaretten oder Pfeifen. Das Wasser im Glas der Pfeife brodelt und blubbert vor sich hin un gibt den charakteristischen kühl-aromatischen Geschmack wieder.
Die Wasserpfeife wurde in Indien und im Iran auch im 17. Jahrhundert bereits sehr frequent genutzt und genossen, natürlich stets gefüllt mit einer ausreichenden Menge an wohlschmeckendem Tabak - aber Achtung! Der fruchtige Geschmack des heutigen Shishatabaks ist eine Neuerung, die erst auf das Osmanenreich zurückgeht, wohin die Wasserpfeife von wandernden Händlern ausgeführt worden war.
Hauptsächlich rauchte man Shisha in Zuständen der völligen Entspannung oder zur Katalysation der persönlichen Freizeit - Eine Katharsis der Geschmacks- und Inhalationssinne, könnte man beinahe sagen. Man bot sie Gästen an, so wie man heutzutage ganz selbstverständlich eine Tasse Kaffee oder ein kühles Bier anbiete, wenn sich freudig erwarteter Besuch einstellt. Man sieht: So sehr hat sich die Kultur eigentlich gar nicht verändert.
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