Wikipedia – eine Alternative zur Enzyklopädie?

Warum brauchen wir Enzyklopädien? Diese Frage lässt sich oftmals einfach beantworten. Wir brauchen Enzyklopädien um Wissen über Dinge, die wir nicht verstehen, zu erlangen. Enzyklopädien sind somit eine sehr effiziente Form von Wissensvermittlung. Das wurde schon früh in der Geschichte des Menschen erkannt. Die ersten Enzyklopädien entstanden schon im 13. Jahrhundert. Damals gab es durch die Buchdruckerei die ersten Kopien von Enzyklopädien in Buchform.

Heutzutage ist die Auswahl an enzyklopädischen Medien etwas größer. Es gibt sie sowohl in Buchform als auch auf CD-Rom, DVD, und seit 2001 auch im Internet. Während die Enzyklopädien in Buchform lexikalisch-alphabetisch aufgebaut sind, haben elektronische Publikationen den Vorteil dass sie durch Verlinkung verschiedene gleichzeitig nebeneinander bestehende und bequem nutzbare Organisationsformen ermöglichen. Von Vorteil ist auch dass CD-ROM und DVD kostengünstig sind, und dass sie das Einbinden von Bildern, Ton- und Videodokumente erlauben. Der Nachteil der elektronischen Versionen ist, dass man für deren Verwendung einen Computer braucht.

Wikipedia ist eine Enzyklopädie, die abseits traditioneller Redaktionsstrukturen jedem Internetnutzer erlauben, Inhalte beizutragen und zu bearbeiten. Leider liegt hier der ersten große Schwachpunkt: Man weiss nicht von wem die Information die man auf Wikipedia liest stammt, und genauso wenig weiss man wie richtig die gemachten Angaben sind. Der Vorteil ist dass alle Inhalte unentgeltlich nutzbar sind, und in mehr als 250 Sprachen existieren. Die Tatsache dass Wikipedia in 250 Sprachen existiert ist zwar sehr faszinierend, aber seien wir einmal ehrlich: Wer von uns nutzt schon mehr als 3 oder 4 Sprachen zur Informationsgewinnung?

Wichtig hierbei ist auch dass man nicht nur zwischen verschiedenen Medien unterscheidet, sondern auch zwischen verschiedenen enzyklopädischen Formen, nämlich zwischen Spezialenzyklopädien und Universalenzyklopädien. Dieser Unterschied wird oftmals unterschätzt. Und hier liegt der zweite Schwachpunkt der Wikipedia. Oftmals ist es am Besten, die Wikipedia quasi als zweite Meinung zu Rate zu ziehen, vor allem da Wikipedia kostenlos ist. Für eher spezialisierte Themen empfiehlt sich ohnehin eine Spezialenzyklopädie aufgrund des Universalanspruchs von Wikipedia

von Manuel Müllers, manuelmuellersgfiude