Online-Shopping für Frauen

Sitzt eine Frau vor dem Rechner und surft dabei im Internet, beschäftigt sie sich meist mit Kommunikations- oder Recherchetätigkeiten. Das Buchen der nächsten Reise, der E-Mail-Kontakt mit der Freundin aus den USA oder die Suche nach einem Hausmittelchen gegen Brandwunden wären geradezu typische Beschäftigungsmöglichkeiten. Dass Männer auch im Bereich der Internetnutzung anders ticken, verwundert auf den ersten Blick wenig. Für sie sind Spiele oder technische Dinge im Fokus des Interesses. Lediglich das Online-Shopping, also die Suche nach einem passenden Anzug, einem Tennisschläger oder Muttertagsgeschenk weicht die Grenze zwischen den Geschlechtern auf, da beide daran Gefallen finden.

Frauen surfen jedoch anders, diese These trifft auch weiterhin zu. Besonders bei den älteren Frauen ist eine deutliche Fixierung auf die bereits beschriebenen Tätigkeiten feststellbar. Auch bei der Partizipationsrate besteht noch ein deutlicher Unterschied. Während in Deutschland 48 Prozent aller Frauen regelmäßig im Internet surfen, sind es bei den bundesdeutschen Männern gut 63 Prozent. Dies könnte vor allem mit der Berufstätigkeit zu tun haben, die bei Männern immer noch ausgeprägter ist. Gerade am Arbeitsplatz kann man sich dem Medium Internet kaum noch entziehen.

Bei den Teenagern weichen die Grenzen zwischen den Geschlechtern zunehmend auf. Im Alter von 14 bis 19 Jahren nutzen laut Kompetenzzentrum 84 Prozent der Mädchen das Internet, bei den Jungs sind es mit 85 Prozent nur unwesentlich mehr. Junge Frauen sind demnach fit im Netz. Es gilt für die Zukunft auch die Medienkompetenz der Älteren ihren jüngeren Geschlechtsgenossinnen anzugleichen, damit auch die fern der Berufswelt Stehenden die Vorteile des Mediums für sich nutzen und so am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.