Online-Shopping ist „In“

Der Cursor streift forschend über die
Bildschirmoberfläche, bevor er unvermittelt auf einem Objekt
verharrt. Ein paar Klicks weiter und schon ist der
Tennisschläger im virtuellen Warenkorb verstaut. Was
zunächst wie ein Computerspiel erscheint ist die moderne Form
des Einkaufens, die sich in weltweit stetig wachsender Beliebtheit
erfreut. Online-Shopping ist „In“, besonders in
Deutschland.

Der Einkaufsbummel im Internet ist salonfähig geworden. Neben
dem immer umfassenderen Zugang großer
Bevölkerungsgruppen zum World-Wide-Web ist es besonders das
nahezu unerschöpfliche Angebot an Waren, das speziell
hierzulande die Fangemeinde des virtuellen Einkaufserlebnisses stark
anwachsen lässt. Mittlerweile, so sagt es eine
kürzlich vorgestellte Studie, shoppen 48 Prozent der deutschen
Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren regelmäßig im
Internet. Im Vergleich zu den europäischen
Nachbarländern ist das ein absoluter Spitzenwert. Was
Deutschland im Fußball im Jahr 2008 noch erreichen
möchte hat die Republik ein Jahr früher im Bereich
des Online-Shoppings
bereits erreicht – sie ist Europameister. Lediglich junge
Schweden (45 Prozent) und Dänen (41 Prozent) können
annähernd dem deutschen Kaufrausch folgen. Insgesamt shoppen
in Europa 24 Prozent der Jugendliche, ohne sich in die Einkaufszonen
der Städte zu begeben. Lediglich die neuen EU-Staaten
Rumänien und Bulgarien haben mit niedrigen einstelligen
Prozentraten das Online-Shopping noch nicht für sich entdeckt.
Doch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass auch sie sich
diesem Trend nicht entziehen können. Ein gutes Beispiel
hierfür sind etwa die Länder Polen und Tschechien,
die im Rahmen der Osterweiterung in den Kreis der EU-Staaten
aufgenommen wurden und seitdem in diesem Bereich stabile Wachstumsraten
verzeichnen können.

Gekauft wird im Netz so ziemlich alles, wenngleich besonders Musik und
Sportwaren (z.B. Tennisartikel)
bei den Jugendlichen hoch im Kurs stehen.