Mi 17 Jan 2007
Red Steel, zu deutsch roter Stahl, zählt zu den Konsolenspielen, an das sehr hohe Erwartungen auf der Wii gesetzt wurden. Die ersten US Kritiken waren nicht so positiv - doch wer sich erst einmal mit der Steuerung vertraut gemacht hat, wird mehr Spielspaß daran haben als gedacht.
Die Story bietet im Grunde nichts Neues und könnte aus der Feder von Action-Regisseur John Woo stammen. Im Spiel übernehmt ihr die Rolle - aus der Ego Perspektive - von Scott Monroe. Bei einem gemeinsamen Essen in einem Nobelrestaurant in Los Angeles will unsere Verlobte Miyu uns ihren Vater Sato, einem einflussreichen Geschäftsmann, vorstellen. Statt Sushi gibt es aber Blei: Yakuza Gangster stürmen das Restaurant, bringen Sato um, und entführen auch noch unsere Verlobte – das sinnt nach Vergeltung. Auf nach Japan um den Yakzuas mal zu zeigen wo die Uzi und das Katana-Schwert hängt.
Nachdem wir uns in Los Angeles durchgekämpft haben, geht es auf nach Asien. Dabei wird die Story immer wieder, zum Teil, durch kurze „Ingame-Szenen“ vorangetrieben und steigert somit die Atmosphäre der Story. Auch comicartige Standbilder untermalen die Szenerie zusätzlich.
Bleiben wir auch gleich bei der Grafik und werfen einen Blick darauf. Natürlich darf man hier keine zu hohen Ansprüche haben und die Wii mit der PS 3, einem High End PC, oder der Xbox360 vergleichen, Schließlich steht bei dieser Next Generation Konsole das Spielprinzip sowie die innovative Steuerung im Vordergrund. Trotzden ist die Grafik für Wii-Verhältnisse sehr ansehnlich geworden und weiter besser als bei anderen Wii-Titeln.
Das Spiel ist linear aufgebaut: ein Verlaufen in den Levels ist so gut wie unmöglich. Gradlinig verläuft auch die Action. Die KI ist in Ordnung, könnte aber besser sein und beschränkt sich größtenteils auf das Ausnutzen von Deckung und Feuern – ein Rambo-Verhalten führt nicht immer zum gewünschtem Erfolg.
Aber Kommen wir zum Herzstück der Wii: zur Nunchuck- und Wiimote-Steuerung unseres Helden. Mit dem Stick des Nunchuk bewegt ihr Scott nach vorn und zurück. Zum Ducken und Springen dienen die Tasten B und C; durch Schütteln des Controllers lädt man nach; mit einer Bewegung von oben nach unten kann man entsprechend angezeigte Gegenstände aufheben, Granaten werfen oder rollen. Mit der Wiimote steuert man Kamera und Fadenkreuz – innerhalb eines gewissen Bildschirmrahmens nur das Fadenkreuz, ähnlich wie bei der Maussteuerung bei vielen PC Spielen.
Mit dem Steuerkreuz des Wiimote wählt man seine Waffen aus, mit der B-Taste feuert man. Mit der A-Taste peilt man einen Gegner an bzw. wählt ihn zum Ziel aus. Mit dem Wiimote kann man dann auch an die Gegner heranzoomen - präzises Zielen ist ohne Übung nicht ganz einfach, dafür hat Publisher Ubisoft den zahlreichen Gegnern recht großzügige Trefferzonen eingeräumt
Neben zahlreichen Schusswaffen kommt auch das Schwert, das Katana, zum Einsatz. Hier kann man leider nicht immer die Waffen frei wählen: Hat ein Gegner keine Schusswaffe, wir aber schon, müssen wir - mit stichhaltigen Argumenten statt Blei kontern.
Bei den Schwertkämpfen könnt ihr durch Wiimote und Nunchuk-Bewegung Schwerthiebe austeilen und parieren. Die Schwertkampf-Steuerung zeigt durchaus Potential: hat aber nahezu nichts mit den eigentlichen Schwerthieben, bezüglich Controller-Bewegungen a´la Zelda, zu tun. Hier muss man intuitiv sich mit der Steuerung auseinander setzen um sie zu beherrschen. Im Laufe des Spiels erkämpft man sich die Focus Time frei: eine nützliche Funktion mit der man in Zeitlupe die Gegner mit dem Katana besonders schön entwaffnen kann.
Wem der Einstieg eher schwer fällt wird sich über die zahlreichen, verfügbaren Cheats zum Spiel freuen.
Kai Datana kaidatana@gmail.com
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