Comer See

Bis vor kurzem wurde der Comer See unter deutschen Urlaubern fast noch als Geheimtipp gehandelt. Im Vergleich zu den beiden deutlich beliebteren Seen in Oberitalien, dem Lago Maggiore Gardasee und dem Gardasee lag der Comersee etwas im Abseits des großen touristischen Interesses.

Dass sich daran in den letzten Jahren etwas geändert hat, ist unter anderem auch George Clooney zu verdanken, der vor einigen Jahren am Comer See eine Villa am südwestlichen Seearm erworben hat und hier im Ort Laglio, 10 km nördlich von Como, regelmäßig den Sommer über anzutreffen ist.

Die neu gewonnene Popularität hat dann auch all jene bestätigt, die den Comer See schon seit langem als den schönsten See Italiens bezeichnen.

Trotz des verstärkten Interesses ist der Lago di Como, wie der Comer See in Italien genannt wird, bisher vom Massentourismus verschont geblieben. Das Interesse konzentriert sich an einigen wenigen touristischen Brennpunkten wie dem ehemaligen Fischerort Domaso, am nördlichen Teil des Westufers gelegen, der sich in den letzten Jahrzehnten zum Mekka für alle Arten von Wassersport entwickelt hat und Dank eines 2 km langen Strandbereichs und einiger Kneipen, Restaurants und Diskotheken auch jüngeres Publikum anzieht.

Aber auch wenn es in Domaso etwas touristischer zugeht, ist man hier wie insgesamt am Comersee noch meilenweit von dem entfernt, was man sich üblicherweise unter dem Begriff Massentourismus vorstellt. Der Comer See mit seinen fantastischen Landschaftspanoramen und seinen kleinen, teils romantischen Orten zieht nach wie vor eher Individualisten in seinen Bann.