Das Schloss „Siebeneichen“ bei Dresden

Das Schloss „Siebeneichen“ gehört wohl eher zu den unbekannteren Sehenswürdigkeiten in der Region um Sachsen. Dennoch lohnt sich für die Besucher der Pension Dresden auch ein Abstecher hier hin. Das Schloss liegt etwa zwanzig Kilometer nordwestlich von Dresden, in der Gemeinde Meißen. Von Dresden erreicht man es am bequemsten mit dem Auto auf der B 6.

Das Schloss wurde in den Jahren um 1550 im Auftrag des Ernst von Miltiz erbaut und dient seit den letzten Jahren des vergangenen Jahrtausends als Herberge für die Sächsische Akademie für Lehrerfortbildung. Besonders zum verweilen lädt der äußerst gepflegte Park um die Schlossanlage ein. Der Wildgarten wurde bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts angelegt und zählt heute wohl mit zu den ältesten Landschaftsparks in Sachsen. Dabei gibt er dem Besucher mit seinen mächtigen Baumriesen, weitab vom Gewirr der Großstadt, ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit.

So sehr wie das Schloss in der heutigen Zeit auch mehr und mehr in Vergessenheit gerät, so war es lange ein Anziehungspunkt für zahlreiche bedeutende Schöngeister vergangener Epochen. So suchten zum Beispiel Novalis, Theodor Körner, Heinrich von Kleist und Johann Gottlieb Fichte die Abgeschiedenheit der Anlage auf, um neue Kraft für ihr Schaffen zu tanken.

Der Besuch des Siebeneichner Schlosses läst sich auch bequem mit einem Rundgang durch den angrenzenden Kleintierpark verbinden, in dem jede Menge einheimische und exotische Tierarten eine Unterkunft gefunden haben. Letztlich empfiehlt sich auch noch ein kleiner Umweg über eine der vielzähligen Restaurants in Meißen, bevor es zurück zum Hotel Dresden geht.

Gabi Schoene

Gabriele-Schoene@gmx.de