Die Fränkische Schweiz, gelegen im Städtedreieck Nürnberg - Bamberg - Bayreuth, ist eine der abwechlungsreichsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands. Auf kleinstem Raum erlebt der Ausflügler hier Flüsse und Täler, Berge, Felsen und Höhlen, Burgen und Schlösser. Mittelalterliche Städte wie Ebermannstadt, Egloffstein, Hollfeld und Pottenstein ziehen die Urlauber in ihrem Bann.

Der südliche Teil der Fränkischen Schweiz im Trubachtal zwischen Pretzfeld und Egloffstein ist eines der größten zusammenhängenden Obstanbaugebiete Süddeutschlands. Im April und Mai entfaltet hier die Kirschenblüte ihre Pracht. Hauptfluß der Fränkischen Schweiz ist die Wiesent, die bei Steinfeld entspringt und nach 78 km bei Forchheim in die Regnitz mündet.

Das Tal der Wiesent ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Wanderer, sondern auch für Radfahrer und Kanuten. Von April bis Oktober verkehrt im Wiesenttal zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle sonntags (im Sommer auch an weiteren Betriebstagen) die Dampfbahn Fränkische Schweiz, Frankens älteste Museumsbahn.

Bei ihren jährlichen Eisenbahnfesten hat die Dampfbahn Fränkische Schweiz gelegentlich auch verschiedene Dampflok-Oldtimer anderer Museumsbahnen zu Gast. Die Fränkische Schweiz ist aber auch ein Paradies für Radfahrer: Mehrere frühere Eisenbahnstrecken sind heute als Radwege ausgebaut, etwa im Tal der Leinleiter zwischen Gasseldorf und Heiligenstadt oder im oberen Wiesenttal bei Hollfeld. Als Folge der territorialen Zersplitterung Frankens im Mittelalter und in der Neuzeit gibt es in der Fränkischen Schweiz viele Burgen und Schlösser.

Als Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz gilt die Burgruine Neideck zwischen Streitberg und Muggendorf. Erst während der Kriege Napoleons in den Jahren 1803 bis 1810 wurde die Fränkische Schweiz an Bayern, das mit dem Franzosenkaiser verbündet war, angegliedert. An der Wiesent und ihren Nebenflüssen Trubach, Leinleiter, Püttlach, Aufseß und Kainach wurden auch viele Mühlen gebaut. Alleine an der Trubach, einem 19 km langen Fluß, gab es früher insgesamt 19 Mühlen, die aber leider nicht mehr alle erhalten sind. In der Fränkischen Schweiz stehen insgesamt 70 Brauereien, so daß kein Bier aus Erding, München, Pilsen oder Milwaukee eingeführt werden muß.

Oftmals handelt es sich nur um ganz kleine Brauereien, die ausschließlich die angeschlossene Gaststätte und den zugehörigen Biergarten versorgen. Alleine in der Gemeinde Aufseß mit 1500 Einwohnern gibt es vier Brauereien. Dieser Brauerei-Weltrekord ist im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. In der Fränkischen Schweiz wird aber auch ein abwechslungsreiches Kulturleben geboten. Als Beispiele seien hier nur die Veranstaltungsreihen “Kultursommer Burg Neideck”, “Kunst und Musik im Schloßpark” (Unterleinleiter) und der “Fränkische Theater-Sommer” genannt.

Verfasser: Gösta Thomas, info@die-wiesent.de

<



Diese Artikel könnten ebensfalls interessant sein: