Mo 26 Feb 2007
Die ersten christlichen Kirchen in Irand waren schlichte Holzbauten, wie fast überall im keltischen Siedlungsraum ausserhalb des Einflußbereiches des römischen Imperiums.
Die ersten Kirchenbauten aus Stein dürften im Westen der Grünen Insel entstanden sein. Pragmatischer Grund: Das Baumaterial Holz war hier in der waldärmsten Region Irlands wertvoller als Stein. Landesweite Verbreitung erreichte der Steinbau allerdings zur Zeit der Wikinger-Einfälle. Holzkirchen wurden zu oft durch Feuer zerstört.
Der Bau einer Steinkirche in Irland wird schriftlich erstmals um das Jahr 800 erwähnt. Sie wird wohl chrarakteristisch für die Zeit in Trockensteinbaeuweise (Steinschichtung ohne Zuhilfenahme von Mörtel) errichtet worden sein. Vorzeigeexemplar ist das sogenannte Oratorium des gallus auf der halbinsel Dingle. Die Erbauungszeit wird heute im 12. jahrhundert vermutet, aber er gibt durchaus Anhaltspunkte, die eine Datierung in das 8. Jahrhundert erlauben. In der Form werden sich die ersten Steinkirchen nicht von den Holzkirchen unterschieden haben.
Diese waren oval mit leicht nach innen gelagerten Wänden, was ihnen ein schiffähnliches Aussehen verlieh. Gerade in ländlichen Gegenden Irlands haben sich frühe Steinkirchen relativ gut erhalten. Es lang wohl auch daran, dass in den vergangenen Jahrhunderten das Geld für Anpassungen an das Geschmacksempfinden der jeweiligen Zeit fehlte.
Kunsthistoriker und Architektur-Interessierte sollte daher Abseits der großen Städte und ausgetretenen Touristenpfade Quatier beziehen. Das macht einen Urlaub nicht nur spannender, sondern den Irland-Aufenthalt auch zum echten Billigurlaub.
Matthias Süß suess[at]seo.ms
<
Diese Artikel könnten ebensfalls interessant sein:
- Diese Uhren haben einen Vogel
- Geschichte des Pokerspiels
- Das Handy in der heutigen Zeit
- Die 2-Euro-Münze
- Amethyst - Ein wundersamer Edelstein
Kommentar schreiben
You must be logged in to post a comment.