Obwohl fast jeder deutsche Haushalt über eine Hausratversicherung verfügt, besteht trotzdem oftmals eine Über- oder Unterversicherung. Geht man normalerweise von der Formel der Versicherungsunternehmen aus, die besagt, dass EUR 600,- je Quadratmeter ausreichenden Schutz bieten, ist dies dann nicht genug, wenn sich viele Wertsachen im Haus befinden.

In diesen Fällen ist der Versicherte oft unterversichert, wodurch bei eintretendem Schadensfall mit Abschlägen gerechnet werden muss. Das beste Beispiel für eine Überversicherung hingegen ist die Studentenwohnung, die in der Regel mit EUR 600,- pro Quadratmeter zu hoch versichert ist, da die vorhandenen Werte darunter liegen. Jeder, der sich mit der Absicht trägt, eine Hausratversicherung abzuschließen, sollte daher genau überlegen, mit welcher Summe sein Haushalt komplett geschützt ist. Zu berücksichtigen ist dabei auch die Tatsache, dass die Hausratversicherung keinen Rundumschutz gewährleistet.

Es gibt Grenzen für die Entschädigung, die meist bei zwanzig Prozent der Versicherungssumme liegen, wenn es zum Beispiel um Schmuck, Antiquitäten, Bargeld und weitere Wertsachen geht. In solchen Fällen lohnt sich eine entsprechende Versicherungserweiterung.
Wer über ein Arbeitszimmer in seinen Wohnräumen verfügt, muss sich darüber klar sein, dass dieses meist nicht mit versichert ist, sollte es ausschließlich aus beruflichen Gründen genutzt werden. Hierfür muss entweder eine eigene Versicherung abgeschlossen oder der Schutz innerhalb der Hausratversicherungspolice explizit erweitert werden. Daneben sind auch Fahrräder meist gar nicht oder nicht ausreichend geschützt. Daher empfiehlt sich eine Zusatzversicherung, die zum Beispiel bei einem einfachen Diebstahl vor der Haustür zum Tragen kommen kann.
Kommen Naturereignisse ins Spiel, die elementare Schäden verursachen können, zum Beispiel bei Erdbeben, Lawinen oder Hochwasser, wird es beim Versicherungsschutz kompliziert. In den gefährdeten Gebieten sollten diese Naturgewalten zwar immer mit einbezogen werden, allerdings gestaltet es sich schwierig, in einer Region, die durch Hochwasser gefährdet ist, einen entsprechenden Versicherungsschutz zu erhalten und wenn doch, dann oftmals nur verbunden mit hohen Zuschlägen.

Bedingt durch die unterschiedlichen Tarifzonen gestaltet sich ein Preisvergleich zwischen den Anbietern von Hausratversicherungen zwar schwierig, ein Preisvergleich sollte dennoch immer durchgeführt werden. Schließlich ist es möglich, günstige Angebote zu bekommen, die teilweise fünfzig bis sechzig Prozent unter dem Preis liegen, den die teureren Versicherer verlangen. Dies kann eine mögliche Ersparnis von über hundert Euro jährlich bedeuten, geht man von einer einhundhundert Quadratmeter großen Wohnung aus.

Holger Freier, info[at]vedix[dot]de

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