Altersvorsorge mit der Riesterrente

Bei der derzeitigen geringen Rente, die einem Arbeitnehmer laut gesetzlicher Rentenversicherung zusteht, sind private Altersvorsorgen wie zum Beispiel die Riester Rente eine Alternative. Diese Rente verspricht dem Versicherten im Rentenalter mehr Geld zur Verfügung zu haben.

Doch so sehr die Riesterrente angepriesen wird, auch sie hat einige Nachteile, die dem Durchschnittsbürger erst nicht auffallen. So werden beispielsweise die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag nicht berücksichtigt. Kirchensteuer sind derzeit in den meisten Bundesländern etwa 9% der Einkommensteuerschuld und der Solidaritätszuschlag knapp 5,5%. Später jedoch bei der Auszahlung der Riester Rente unterliegen beide Komponenten wieder der Steuer.

Dies heißt im Klartext, dass nicht nur bei der Erwerbstätigkeit Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag geleistet werden, sondern auch noch bei der Auszahlung der Riesterrente. Somit findet eine echte Doppelbesteuerung statt. Ähnlich verhält es sich bei den Sozialversicherungsbeiträgen. Diese fallen zunächst bei der Einzahlung der Riester-Beträge an. Bezieht dann der Rentner seine private Altersvorsorge, so berechnet sich der Beitrag der Krankenversicherung nach dem Gesamteinkommen, in dem auch die Auszahlung der Riester-Rente inbegriffen ist.

Das heißt hier findet eine „Doppelverbeitragung“ statt. Sollte ein Arbeitnehmer planen seinen Lebensabend im Ausland stattfinden zu lassen, dann kommt für ihn die Anlegung der Riesterrentekaum in Betracht. Diese ist nämlich mit dem Gesetzeswortlaut der unbeschränkten Steuerpflicht an einen dauernden Wohnsitz in Deutschland gekoppelt. Sollte nämlich ein Riester-Sparer im Rentenalter seinen Wohnsitz ins Ausland verlegen, müsste der deutsche Staat auf die Besteuerung der Einkünfte verzichten und will dies natürlich nicht. Somit wird dies von Kritikern der Riester Rente oft als Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit bezeichnet.

 

 

Autor Elke Lohre

Elke.lohre@onmeco.de