Bausparen

Der Bausparer schließt einen Bausparvertrag mit einer Bausparkasse ab. Bausparkassen sind Spezialkreditinstitute mit einer Geschäftsbeschränkung, die nur die Wohnungsbaufinanzierung zum Inhalt haben. Meist wird ein Bausparvertrag für die Finanzierung von Häusern, für den Um- und Ausbau oder die Sanierung eingesetzt. Aber auch eine neue Küche oder einen Kamin kann man sich vom Bausparvertrag kaufen.

Im Vertrag wird geregelt, wie hoch die Bausparsumme sein muss, die bis zu einem bestimmten Prozentanteil angespart werden muss. Der fehlende Teil bis zur Gesamtsumme wird bei der Zuteilung des Vertrages als Bauspardarlehen gewährt. Dadurch kann der Bausparer über die volle Bausparsumme verfügen. Günstig ist der Bausparvertrag auch als Anlageform für vermögenswirksame Leistungen, für die Nutzung der Arbeitnehmersparzulage sowie der Wohnungsbauprämie. Das Bausparguthaben ist die Summe, die auf einen Bausparvertrag eingezahlt wird. Dazu gehören auch die VWL(auch Riester möglich), die Guthabenzinsen und die Wohnungsbauprämie. Wichtig für Bausparverträge ist die sogenannte Mindestsparzeit. Sie gibt an, wann der Bausparvertrag frühestens zuteilungsreif wird.

Das ist abhängig vom Tarif und den Bedingungen des Bausparvertrages. Sie ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bausparkassen angegeben und kann etwa 12 bis 80 Monate betragen. Aus den Sparbeiträgen, den Guthabenzinsen und der Vertragslaufzeit errechnet sich die Bewertungszahl. Diese ist wichtig für die Zuteilungs-Reihenfolge. Bausparkassen dürfen keine verbindlichen Zusagen zur Zuteilung machen, weil ja nicht vorhersehbar ist, wie viel Kapital zum Zeitpunkt der Zuteilung verfügbar ist. Ist die Mindestsparzeit sowie das notwendige Bausparguthaben erreicht (siehe Tarif) und die Bewertungszahl ist ausreichend, so kann der Bausparvertrag zugeteilt werden. Das kann aber auch bis zu drei Jahren dauern. Zwischen der Bausparsumme und dem angesparten Guthaben verbleibt eine Differenz, die als Bauspardarlehen bezeichnet wird. Bei Vertragsabschluss wird der Zinssatz festgelegt.

Ein Rechtsanspruch auf das Bauspardarlehen besteht jedoch nicht. So kann die Bausparkasse die Auszahlung verweigern. Das kann ganz oder teilweise sein, zum Beispiel, wenn die Bonität nicht ausreicht. Wenn aber alles in Ordnung ist, erfolgt eine Auszahlung des Sparbetrages und des Darlehns. Die Überweisung ist etwa vier Wochen später auf dem Konto des Bausparers.