Die Beiträge für Rentner in der gesetzlichen Krankenkasse

Die Beiträge für Rentner in der privaten Krankenversicherung und in der gesetzlichen Kasse werden unterschiedlich berechnet. Während die Privatpatienten den Beitrag auch im Rentenalter weiter abhängig von ihrem ursprünglichen Eintrittsalter bezahlen, wobei dann der Beitragsanteil des Krankentagegeldes wegfällt und der 10 % Zuschlag ab dem 60. Lebensjahr, müssen die Kassenpatienten auch im Rentenalter den Beitrag weiterhin nach ihrem Einkommen entrichten. Versicherte in der PKV, als auch in der GKV, die vor dem Rentenalter als Angestellte gearbeitet haben, erhalten statt dem Arbeitgeberanteil einen Zuschuss von der BFA/LVA zu ihrem Krankenversicherungsbeitrag.

Für Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt generell der allgemeine Beitragssatz der jeweiligen Kasse. Bezahlt werden muss der Beitrag auf Renten, Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen. Diese Regelung gilt für freiwillige Mitglieder, als auch für Pflichtmitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Hinzugerechnet werden alle Kapitalleistungen, die seit dem 01. Januar 2004 fällig werden und für die persönliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung abgeschlossen wurden. Diese werden zu 1/120 für die Zeit von 10 Jahren in die Beitragspflicht mit einbezogen, wenn sie einen Bezug zum früheren Arbeitsleben aufweisen, wie z.B. eine betriebliche Altersvorsorge.

Für freiwillig versicherte Rentner in der GKV werden außerdem private Leibrenten, Zinsen und Mieteinnahmen mit dem ermäßigten Beitragssatz der jeweiligen Kasse belastet. So zahlt ein Angestellter, der während seines Arbeitslebens freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert war, im Rentenalter meist weiterhin auch den Höchstbeitrag bei seiner GKV.

Autor:  Anreas  Frenzel
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